So kann dir Yoga bei PMS und Regelschmerzen helfen

Spezielle Yogaangebote gibt es mittlerweile für viele Beschwerden. Ich habe drei Yogalehrerinnen gefragt, wie ihre Yogarichtung bei PMS und Regelschmerzen helfen kann. Zusätzlich haben wir darüber gesprochen, was du dabei beachten musst und was die jeweilige Yogarichtung so besonders macht.

In diesem Artikel liest du über:

  • Prana Vinyasa Yoga mit Franziska Herzog
  • Hormonyoga mit Jasmin Nasser
  • Yoga for feminine health mit Julia Glesti

Prana Vinyasa Yoga mit Franziska Herzog

Ich unterrichte Prana Vinyasa Yoga nach Shiva Rea. Eine Weiterentwicklung des Vinyasa Yogas durch Elemente aus Bhakti-Yoga, Ayurveda und Tantra.

Franziska Herzog

Was macht Prana Vinyasa Yoga besonders?

Prana Vinyasa Yoga ist eine Rückverbindung mit der Natur, den Elementen und dem Puls des Lebens. Die Stunden haben einen in sich zyklischen Aufbau (Neubeginn – Höhepunkt – Ausklang). So praktizieren wir eine Sequenz in sogenannten „Waves“ – sich wiederholende Asana-Abfolgen, in welchen man je nach Bedürfnis durch die Kramas (Stufen/Varianten) der jeweiligen Asanas gehen kann. Die eigenen Bedürfnisse und die Zeitqualität (Jahreszeiten, Tageszeiten, Mondphasen etc.) bestimmen das Thema der Stunde.

Wie kann Prana Vinyasa Yoga bei PMS & Regelschmerzen helfen?

Das Bewusstsein für den eigenen Zyklus wird gestärkt und man lernt seine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, zu schätzen und die Yogapraxis dementsprechend anzupassen. Zum einen hat man die Möglichkeit zwischen einer solaren (aktivierenden – Kraft gebenden) Praxis und einer lunaren Praxis für mehr Ruhe, Stille und Regeneration zu wählen. Zum anderen gibt es unterschiedliche Namaskars, mit welchen man verschiedenen Qualitäten in seine Praxis einladen kann. 
Bei akuten Zyklusbeschwerden praktiziere ich lunare Sequenzen, welche mich mit der ERDE, dem WASSER oder einer der zahlreichen indischen Göttinen verbinden.

Was muss ich beachten, wenn ich Prana Vinyasa Yoga übe?

Prana Vinyasa Yoga eignet sich prinzipiell für alle gesunden Frauen, die eine engere Bindung zu ihrem eigenen Zyklus aufbauen möchten. Durch den wellenartigen Aufbau der Stunde und das Einbringen unterschiedlicher Kramas, kann man die meisten aber Sequenzen auch wunderbar an besondere Bedürfnisse anpassen (z. B. bei Schwangerschaft und akuten Regelbeschwerden).

Mehr zu Franziska: Webseite, Instagram & Facebook

Hormonyoga mit Jasmin Nasser

Ich biete Hormonyoga speziell für Frauen an. 

Jasmin Nasser

Was macht Hormonyoga besonders?

Viele Prozesse in unserem Körper werden durch Hormone gesteuert und schon kleinste Veränderungen in unserem Hormonhaushalt können einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden nehmen. PMS, Menstruations- und Zyklusbeschwerden, aber auch ein unerfüllter Kinderwunsch oder Eierstockzysten lassen sich in den meisten Fällen auf ein hormonelles Ungleichgewicht zurückführen.

Während die Schulmedizin bei den oben genannten Beschwerden gerne die Pille verschreibt, um die Symptome zu unterdrücken, hat die Brasilianerin Dinah Rodrigues Anfang der 90er eine spezielle Yogatechnik, das sogenannte Hormonyoga, entwickelt, die den Hormonhaushalt einer Frau auf natürliche Art und Weise reguliert und somit nachhaltig Beschwerden minimieren kann.

Wie kann Hormonyoga bei PMS und Regelschmerzen helfen?

Die Hormonyoga-Praxis, die etwa drei bis vier Mal die Woche für 30 Minuten durchgeführt werden sollte, besteht aus den folgenden Komponenten: 

  1. Aufwärmübungen
  2. Die tägliche Übungsreihe bestehend aus dynamischen Asanas
  3. Atemübungen
  4. Entspannungs- und Antistress-Übungen

Durch die besondere Kombination aus Körper- und Atemübungen sowie Energielenkung zu den endokrinen Drüsen wird vor allem das Hormonsystem (Eierstöcke, Schilddrüse, Hypophyse und Nebennieren) angesprochen und aktiviert, um die Hormonproduktion zu harmonisieren.

Zusätzlich sorgen Atemtechniken und Entspannungsübungen für ein entspanntes Nervensystem, das bei der Regulierung des Hormonspiegels auf keinen Fall vernachlässigt werden darf, da sowohl physischer als auch psychischer Stress sich extrem negativ auf den Zyklus einer Frau auswirken können. 

Was muss ich beachten, wenn ich Hormonyoga übe?

Da Hormonyoga eine sehr effektive Art und Weise ist, die Hormonproduktion anzukurbeln, empfehle ich die regelmäßige Praxis für folgende Frauen und Altersgruppen:

  • Präventiv für Frauen ab 35 Jahren, die sich optimal auf die Wechseljahre vorbereiten, und möglichst symptomfrei durch diese aufregende Lebensphase schreiten möchten. 
  • Für Frauen unter 35 Jahren, die aufgrund von psychischem und/oder körperlichem Stress unter einer verfrühten Menopause leiden. 
  • Für Frauen in den fruchtbaren Jahren mit unerfülltem Kinderwunsch, starken Zyklus- und Menstruationsbeschwerden und anderen hormonellen Problemen, die z.B. durch die jahrelange Einnahme der Pille ausgelöst wurden.

Junge Frauen, die keinerlei Probleme mit ihrem Zyklus haben, sollten, meiner Meinung nach, auf Hormonyoga verzichten. Zusätzlich müssen gewisse Kontraindikationen beachtet werden, bei denen ebenfalls auf die Hormonyoga-Praxis verzichtet werden sollte: 

  • In der Schwangerschaft
  • Während der Menstruation
  • Bei starker Endometriose
  • Bei größeren Myomen
  • Bei hormonell bedingtem Brustkrebs und anderen Arten von Krebs
  • Bei Entzündungen im Bauchraum
  • Bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen 
  • Bei einer Schilddrüsenüberfunktion
  • Nach Operationen

Sollte sich eine Frau unsicher sein, ob Hormonyoga für sie geeignet ist, oder sich momentan in ärztlicher Behandlung befinden, empfehle ich, immer zuerst einen Arzt oder eine Ärztin zu Rate ziehen, bevor mit der Hormonyoga-Praxis begonnen wird. 

Mehr zu Jasmin: Webseite, Instagram & Podcast „Schmutzige Wäsche“

Yoga for feminine health mit Julia Glesti

Ich biete Yoga an für die verschiedenen Phasen des weiblichen Zyklus sowie Fertility Yoga während der Kinderwunschzeit. Zusammengefasst nenne ich das „Yoga for feminine health“.

Julia Glesti

Was macht Yoga for feminine health besonders?

Yoga wurde ursprünglich von Männer für Männer erfunden. Lange Zeit waren Frauen grösstenteils von jeglicher Yoga-Praxis ausgeschlossen. Viele Prinzipien, die heutzutage (oftmals v.a. an Frauen!) in den Yoga-Studios unterrichtet werden, machen für uns Frauen nur eingeschränkt Sinn.

In meinen Yoga-Lektionen üben wir daher immer im Einklang mit dem weiblichen Körper und dem Menstruationszyklus. Während der Periode machen ganz andere Übungen Sinn als während des Eisprungs. 

Im Fertility Yoga fokussieren wir uns auf den Stressabbau, auf Ruhe und Entspannung und machen spezifische Positionen, die die Fruchtbarkeit unterstützen.

Wie kann Yoga for feminine health bei PMS und Regelschmerzen helfen?

Ein grosses Thema bei jeglichen Zyklusbeschwerden ist der Stressabbau sowie die positive Verbindung zu unserer Gebärmutter. Beides ist ein Fokus in meinen Klassen. Dazu kommen spezifische Körperhaltungen, die z.B. den Lendenmuskel entspannen und dehnen, was wiederum bei Periodenkrämpfen helfen kann. Bei PMS schauen wir individuell, welche Beschwerden genau vorliegen und was wir dagegen tun können. Oftmals hilft schon die bewusste Akzeptanz des Ist-Zustandes! Auch bei Beschwerden wie PCOS oder Endometriose kann weibliches Yoga wunderbar unterstützen.

Wir kombinieren dabei immer wissenschaftlich erpropte Methoden mit spirituellen Ansätzen, was meiner Erfahrung nach besonders viel Erfolg verspricht.

Was muss ich beachten, wenn ich Yoga for feminine health übe?

Dieses weibliche Yoga passt sich jeder Frau individuell an und ist darum in allen Lebenslagen geeignet. Das ist das Schöne an dieser Yogarichtung, es gibt kein One-Size-Fits-all.

Mehr zu Julia: Webseite, Instagram & YouTube

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